Startups in modulE: Smart Operating Room

Seit Anfang November nutzen fünf Startups das modulE powered by CIB als Arbeitsplatz. Höchste Zeit, die einzelnen Teams genauer vorzustellen und sie zu ihren Ideen und Visionen zu befragen. Das Startup Smart Operating Room steckt mitten in der Entwicklung eines Wearables für Senioren. Ralf Stauder und Felix Achilles haben uns mehr erzählt:

Wer steckt hinter Smart Operating Room und welches Problem löst ihr?

Wir sind Ralf Stauder und Felix Achilles, beide ursprünglich vom Lehrstuhl für Informatikanwendungen in der Medizin an der TUM. Wir möchten den „Operationssaal der Zukunft“ ermöglichen, indem wir verschiedene Sensoren im OP platzieren, und diese intelligent kombinieren und auswerten. Im Moment ist ein OP-Saal eine erstaunlich „dumme“ Umgebung, wenn man bedenkt, welche komplexen Aufgaben darin erledigt werden, und wie technologisch hoch entwickelt manche Einzelgeräte darin sind. Eine echte, intelligente Vernetzung gibt es noch gar nicht.

Woher kam die Idee?

Ralf hat seine Doktorarbeit über die technischen Methoden geschrieben, über die man (mit der passenden Sensorik) automatisch erkennen kann, was während einer Operation gerade passiert. Zudem sind Vorhersagen darüber möglich, was im späteren Verlauf der OP passieren wird. Das ist wissenschaftlich auf jeden Fall ein spannendes Thema, aber so leider noch nicht direkt in der Klinik einsetzbar. Deshalb wollen wir klinische Workflowerkennung jetzt auch in die Praxis bringen.

Was waren wichtige Stationen bis jetzt und wie läuft es bisher für euch?

Wir sind praktisch noch ganz am Anfang; die Doktorarbeit ist noch kein Jahr fertig. Wir haben einige Gründungsworkshops besucht und bewerben uns aktuell für verschiedene Förderprogramme. Grad ganz aktuell arbeiten wir am ersten vollständigen Prototypen und suchen nach neuen Mitgliedern für unser Team!

Wie seid ihr auf modulE aufmerksam geworden? Und wie findet ihr die Idee von CIB, als etabliertes mittelständisches Unternehmen einen Space für Startups zu schaffen?

Wir haben glücklicherweise bei einem Pitch-Event einen Platz in modulE gewonnen, das war für uns natürlich eine ideale Gelegenheit! Wir finden die Idee natürlich hervorragend, die Gründerstimmung in München kann durch die Mieten in München sonst ziemlich getrübt werden. Man braucht einfach einen eigenen Platz, um produktiv im Team zusammenarbeiten zu können. Ein großes Vorbild auch für andere Tech-Unternehmen in und um München.

Das Jahr 2018 ist rum, wie fällt euer Fazit aus? Gibt es große Pläne für 2019?

Das Jahr 2018 war für uns im Wesentlichen für die Ideenfindung und die grobe Planung da. Für 2019 ist der vorzeigbare Prototyp und darauf aufbauend die fertige Produktentwicklung geplant. Für Ende des Jahres wollen wir die erste Bestellung bearbeiten.

Viel Erfolg damit!

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SEA:Hackathon in modulE

modulE wurde vergangenes Wochenende Schauplatz des weltweit ersten Hackathons zum Thema „Resiliente Städte“.

Über 50 Teilnehmer*innen arbeiteten in weniger als 20 Stunden an Ideen und Konzepten, die unsere Städte mittels zukunftsweisender Technologien wie KI oder 3D-Druck resilienter gegen die Auswirkungen des Klimawandels machen sollen.

Der Architekt Markus Stenger kümmerte sich zu Beginn mit seinem Vortrag über „Resiliente Städte“ um all diese Fragezeichen in den Köpfen der über 50 Teilnehmer*innen. Im Anschluss gab es zwei spannende Workshops von Dr. Robert Jenke (KI) und Trevor McConnell (3D-Druck). Herausforderungen, wie zunehmende Extremwetter, Wasserknappheit oder gesundheitliche Beeinträchtigungen im städtischen Raum sollten gelöst werden.

Die zehn Teams setzten sich aus Teilnehmer*innen des Zertifkatsprogramm „Soziale Innovationen“ und „Urbane Nachhaltigkeit“ der Social Entrepreneurship Akademie (SEA) sowie des Academic Program for Entrepreneurship (APE) zusammen.

Chatbots für Gebäudebegrünung, Straßen aus dem 3D-Drucker und ein Warnsystem für Dachlawinen gehörten zu den preisgekrönten Ideen. Auf die Gewinner wartete eine kritische Jury mit Barbara Lersch (Hans Sauer Stiftung), Maximilian Irlbeck (Zentrum Digitalisierung Bayern), Dr. Ursula Triebswetter (Landeshauptstadt München), Ulrich Brandner (CIB software GmbH), Anne Doerner (Social Entrepreneurship Akademie) und Prof. Klaus Sailer (Strascheg Center for Entrepreneurship).

Für die Teams gab es interessante Preise, wie ein Gutschein für den Makerspace im Wert von 500€, Gutscheine für Polarstern, einen Cook & Code Gutschein und von unserem Geschäftsführer Ulrich Brandner ein Arbeitsplatz in unserem Startup- und Eventspace modulE!

Das innovativste Projekt „Cool Streets“ ist ein neuer Straßenbelag aus recyceltem, durchlässigem Plastik, der bei starken Niederschlägen mehr Wasser als asphaltierte Straßen aufnehmen kann. Eine Moosschicht unter der 3D gedruckten Straßenschicht sorgt darüber hinaus für Abkühlung in heißen Sommermonaten. Der Gutschein für den MakerSpace ging an das Team mit dem partizipativsten Projekt: „Plant your City“, eine künstliche Intelligenz für ein ansprechendes Chatbotsystem, um Bürgerinnen und Bürger bei Gebäudebegrünung zu beraten.

Neben Sebastian Planck von der Social Entrepreneurship Akademie machten Sponsoren, wie die Hans Sauer Stiftung, das Zentrum für Digitalisierung.Bayern und wir, die CIB, dieses spannende Wochenende möglich. Und damit die für die Mehrheit der Teilnehmer*innen erste Auseinandersetzung mit Drohnen, Sensoren und 3D-Druckprogrammen.

Bei Tischtennis, Bier und Häppchen wurde nach Ende des Hackathons noch fleißig weiter diskutiert und philosophiert. Das Event hat eindrucksvoll gezeigt: modulE ist nicht nur ein Startup-Space sondern auch für Events und Workshops vielseitig einsetzbar. Wir freuen uns auf weitere Events mit Partnern, Entrepreneuren und spannenden Themen!

Let´s CIB!

Danke an Fabian Stoffers für die Fotos

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Startups in modulE: Movacare

Seit Anfang November nutzen fünf Startups das modulE powered by CIB als Arbeitsplatz. Höchste Zeit, die einzelnen Teams genauer vorzustellen und sie zu ihren Ideen und Visionen zu befragen. Das Startup Movacare steckt mitten in der Entwicklung eines Wearables für Senioren. Christian Stolle hat uns mehr erzählt:

Wer steckt hinter Movacare und welches Problem löst ihr?

Ich habe Movacare ursprünglich zusammen mit meinen Schwestern und meinem Vater gegründet. Mittlerweile besteht das Team aus vier weiteren Mitarbeitern, die sich auf Italien, die Türkei, Belgien und Deutschland verteilen. Schwerpunkt bleibt natürlich Deutschland.

Herkömmliche Hausnotrufsysteme vertrauen darauf, dass Senioren im Notfall noch einen Alarm auslösen können. Das ist bei einer Ohnmacht, Schwächeanfall, Demenz oder einem schweren Sturz – gerade dann, wenn die Senioren am dringendsten Hilfe benötigen – jedoch oft unmöglich. Laut einer Studie aktivieren gerade mal 17%, von denen, die alleine gestürzt sind und länger als fünf Minuten am Boden lagen, den Alarm.

Movacare löst diese Problematik mit einem innovativen Ansatz. Bei Stürzen und potentiellen Problemen wird dank künstlicher Intelligenz selbstständig ein Alarm ausgelöst. So kann kritische Zeit gespart werden, was beispielsweise bei einem Schlaganfall, extrem wichtig ist. So stellen wir sicher, dass Senioren so schnell wie möglich die dringend benötigte Hilfe bekommen.

Wir schließen also eine offene Schwachstelle der aktuell verfügbaren Systeme und bieten zusätzliche Sicherheit, ohne die Senioren in ihrer Autonomie und Selbstbestimmung einzuschränken.

Woher kam die Idee ein Wearable für Senioren zu entwickeln?

Wir hatten in unserer Familie selbst mehrere Fälle, in denen ein solches Armband mit Sensorik viel Leid und Probleme hätte verhindern können. Ein Angehöriger hatte sich beispielsweise bei einem nächtlichen Sturz im Bad ernsthaft verletzt. Seine Ehefrau fand ihn jedoch erst am nächsten Morgen. Wir wollen, dass solche Vorfälle zukünftig vermieden werden!

Was waren wichtige Stationen bis jetzt und wie läuft es bisher für euch?

Wichtige Stationen bisher waren das Konzipieren des Produktes, die Evaluierung von modernen Datensicherheitskonzepten, das Testen individueller Sensoren, die Produktion eines Evaluations-Kits im Rahmen einer Förderung, die Durchführung von User-Interviews, die Erstellung erster Design-Konzepte, die Konzipierung von AI-Modellen, unsere Zeit im LMU EC und natürlich die Zeit jetzt in modulE!

Wie bei vielen Startups hatten auch wir unsere Hochs und Tiefs. Trotzdem konnten wir stetigen Fortschritt machen und haben viel dazugelernt. Bald können wir erste praktische Tests durchführen!

© jmvotography

Wie seid ihr auf modulE aufmerksam geworden? Und wie findet ihr die Idee von CIB, als etabliertes mittelständisches Unternehmen einen Space für Startups zu schaffen?

Auf modulE sind wir über unsere Zeit im LMU EC aufmerksam geworden. Wir bewundern die Initiative der CIB, Raum für Innovation zu schaffen. Wir sehen großes Potential in der Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen und Startups und glauben an ein gemeinsames Gestalten der Zukunft. Die Entscheidungswege sind kurz und die Mentalitäten passen gut zusammen.

Viel zu häufig hört man von größeren Unternehmen, die kleinere Startups schlucken und so oftmals leider auch die Dynamik, die jene antreibt. Daher ist es wichtig, auf Augenhöhe miteinander zu arbeiten, um uns gegenseitig anzuspornen und Großes hervorzubringen.

Das Jahr 2018 ist rum, wie fällt euer Fazit aus? Gibt es große Pläne für 2019?

2018 ging viel zu schnell herum. Unser Fazit ist positiv, wenn auch einiges hätte besser laufen können. Aber genau dafür ist ja 2019 jetzt da! Pläne haben wir viele, das größte Ziel wollen wir jedoch bereits zu Beginn des Jahres erfüllen – mehr dazu erfahrt ihr bei einem Besuch bei uns in modulE!

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Startups in modulE: maiot

Seit Anfang November nutzen fünf Startups das modulE powered by CIB als Arbeitsplatz. Höchste Zeit die einzelnen Teams genauer vorzustellen und sie zu ihren Ideen und Visionen zu befragen. Den Startschuss macht maiot –  Gründer Ben wurde von uns interviewt. Doch lest selbst:

Wer steckt hinter maiot und welches Problem löst ihr?
Hinter maiot stecken Adam (auf dem Foto zu sehen), Ben und Hamza. Wir sagen Komponentenversagen in Nutzfahrzeugen voraus. Unsere Kunden stellen so sicher, dass ihnen keine Fahrzeuge liegenbleiben, keine Fracht durch Kühlschaden verloren geht und das ihr im Sommer im Bus der MVG nicht wegen kaputten Klimaanlagen schwitzen müsst. Wir schaffen das aber natürlich nicht alleine, unser großartiges Team besteht aktuell aus den beiden Data Scientists Damian und Antonio sowie Felix und Jasper aus dem Business Development.

Woher kam die Idee?
Adam hat eine ganze Weile bei Knorr-Bremse und MAN im Business Development verbracht und so einen tiefen Einblick in den Nutzfahrzeugmarkt bekommen. Unsere unterschiedlichen Fachdisziplinen (Maschinenbau, BWL, Software Engineering und Machine Learning) haben dann vom einen zum anderen geführt.

Was waren wichtige Stationen bis jetzt und wie läuft es bisher für euch?
Als Meilensteine kann man sicher die Gründungsphase in der Digital Product School und die Teilnahme an Xpreneurs, Techfounders und jetzt dem LMU Entrepreneurship Center nennen. Bis jetzt haben wir bereits ein paar Projekte mit strategisch wichtigen Kunden abgewickelt und stecken in weiteren mittendrin. Auch für 2019 sieht es sehr gut aus, wir haben vielversprechende Gespräche und werden ein paar wirklich coole Projekte umsetzen.

Wie seid ihr auf modulE aufmerksam geworden? Und wie findet ihr die Idee von CIB, als etabliertes mittelständisches Unternehmen einen Space für Startups zu schaffen?
Den Kontakt hat das LMU EC für uns hergestellt, so kamen wir zu euch. Sich als Mittelständler an der Gründerförderung in München zu beteiligen ist eine coole Entscheidung, von der alle nur profitieren können. Als Gründer ist jeder Kontakt zu erfahreneren Unternehmern wertvoll und ein gutes Netzwerk hat noch nie geschadet.

Das Jahr 2018 ist rum, wie fällt euer Fazit aus? Gibt es große Pläne für 2019?
2018 verging für uns wie im Flug, wir hatten eine grandiose Zeit mit vielen Erfolgen und Erkenntnissen, und für 2019 sehen die Vorzeichen nochmal besser aus. Wir freuen uns auf das neue Jahr und die anstehenden Projekte, viel Wachstum und alle Herausforderungen, die uns noch bevor stehen.

Wir bedanken uns für das interessante Gespräch.

Let’s CIB!

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Erste Startups in modulE

Vor zwei Wochen sind die ersten fünf Startups in unseren Open Space modulE powered by CIB eingezogen und haben sich inzwischen gut eingelebt – zwischen Desktop und Tischtennisplatte.
Die erste Generation Startups kommt aus den Bereichen Digital Health, MedTech und Predictive Maintenance. Hier auf dem Blog berichten wir noch im Detail über die einzelnen Teams, Erfolge und Events – vorab ein erster Überblick:

Neu in modulE ist das Münchner Startup DermaScreen. Das zweiköpfige Team entwickelt basierend auf Deep Learning eine Lösung, um schwarzen Hautkrebs und viele weitere Hautläsionen anhand dermatoskopischer Aufnahmen zu erkennen. Dieser soll Ärzte im Rahmen von Hautkrebsscreenings als Clinical Decision Support System unterstützen.

Gegenüber sitzt das Team von maiot. Es optimiert die Wartung für B2B-Fahrzeugflotten, wie Bussen oder Trucks durch Einsatz von KI, um so Ausfallzeiten und Kosten zu reduzieren.

Das Startup Movacare entwickelt zur Unterstützung von Senioren Wearables mit benutzerorientiertem Design und modernsten technischen Know-How in den Bereichen Deep Learning und Sensorik.

Ebenso spannend sind Smart Operating Room (Projektname), als eines der Gewinnerteams des MedTech Bootcamp der UnternehmerTUM. Sie wollen die Arbeit im Operationssaal basierend auf Machine Learning optimieren.

Last but not least: Das Startup Gut Feeling arbeitet als digitaler Therapie Coach, der Personen mit Verdauungsstörungen, häufigen Entzündungen und Infekten und Autoimmunerkrankungen beim nachhaltigen Aufbau des Darmimmunsystems hilft.

Klingt spannend? Finden wir auch!

Let´s CIB and startup!

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